Auf dieser Seite haben wir unsere Erfahrungen von der Umsetzung der altonale und Ideen zu einem umweltfreundlichem Veranstaltungsmanagement für alle Veranstalter aus Hamburg zusammengefasst. Hier findest Du Anregungen und Handlungsempfehlungen zur Planung und Umsetzung ökologischer Nachhaltigkeit bei Veranstaltungen. Das bedingt eine wesentliche Fokussierung auf die Handlungsebene und Praxistauglichkeit.

Gegliedert ist die Seite in sechs unterschiedliche Themenbereiche, die Anknüpfungspunkte für eine ökologische Entwicklung in der alltäglichen Organisationsarbeit offenbaren:

In diese Themenbereiche wird kurz und prägnant eingeführt und eine gewünschte Zielsituation vorangestellt, um dann in die konkreten Handlungsanweisungen bzw. beispielhafte Maßnahmen (häufig nur stichpunktartig skizziert) überzugehen.

Wenn möglich bzw. notwendig, werden direkt nach den vorgeschlagenen Umsetzungsmaßnahmen Internet-Links, u.a. zu weiteren Informationen, relevanten Datenbanken, Produkte oder positiven Umsetzungsbeispielen bzw. potenziellen Kooperationspartnern, zur Verfügung gestellt.

UMWELTGERECHTES VERHALTEN IM BÜROBETRIEB

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Veranstalten bedeutet viel organisatorische Planung und Vorbereitung und damit eine Menge Büroarbeit. Vermeiden, Reduzieren, Wiederverwenden; das sind die Schlagworte, die einen umweltfreundlichen Bürobetrieb am besten umschreiben. Aus einer ökologischen Perspektive heraus ist es das Ziel, Ressourcen (wie z.B. Energie, Holz (Papier)) zu sparen und damit der Umweltzerstörung entgegenzuwirken und einen positiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten:

TIPPS UM ENERGIE ZU SPAREN!

Vorsicht, Stand-By ersetzt nicht das Ausschalten der Geräte. In Stand-By Modus wird nach wie vor Energie, bei älteren Elektrogeräten bis zu 30 W, verbraucht. Das Umweltbundesamt hat den bundesweiten jährlichen Stromverbrauch in Büros durch Stand-By mit ca. 6,5 =TWh/a beziffert.

Geräte (z.B. Computer, Drucker) gänzlich ausschalten (nicht im Stand-By Modus belassen), wenn sie nicht benötigt werden

Um dieses zu vereinfachen, bietet sich die Installation schaltbarer Schukos an, die es in jedem Baumarkt und teilweise auch in Supermärkten gibt.

Häufig brennt künstliches Licht unnötigerweise.

Arbeiten bei und mit Tageslicht

U.U. bietet sich eine Restrukturierung der Arbeitsplätze in Bezug auf die Lichtqualität an, so dass künstliche Beleuchtung nur wenn unbedingt notwendig verwendet werden muss.

Licht aus, bei Verlassen der Räumlichkeiten

Hier kann die Installation von Bewegungsmeldern insbesondere in temporär genutzten Räumen wie Flure, Abstellkammern, Technikräume, Fahrstühle, Treppenhäuser oder WC-Räumen Sinn machen.

Insbesondere in größeren Büros haben viele Mitarbeiter kleine Kühlschränke, eigene Wasserkocher oder eigene Drucker an ihren Arbeitsplätzen stehen. Das ist zwar bequem aber häufig auch übertrieben und vergeudet unnötig Energie.

Zentrale Nutzung von Küchengeräten (z.B. Kühlgeräte, Wasserkocher, Espressomaschine) oder auch Bürogeräten wie Drucker, Kopierer, Faxgeräte

Zeitschaltuhren können ein Ausschalten von zentral genutzten Bürogeräten, insbesondere Drucker und Kopierer, nach dem Feierabend übernehmen.

Übermäßiges Heizen kostet viel Geld und befördert den Klimawandel.

Senken der Raumtemperaturen

Heizung aus, wenn nicht benötigt

Für alte Heizungen bzw. Heizkörper gibt es automatische Thermostate, die sich über Zeit- oder Temperaturvorgaben steuern lassen und die leicht zu installieren sind.

Manuelles Ventilieren über sinnvolles Heizen und Stoßlüften statt Klimaanlage

Häufig verhindern Möbel vor Heizkörpern die Heißluftzirkulation.

Sinnvolles Positionieren von Arbeitsplätzen (Büromöbeln)

Mittlerweile gibt es relativ günstig Messgeräte über die sich Rückschlüsse auf die Raumluftqualität (CO2-Gehalt und Temperatur) ziehen lassen. Richtiges Heizen und Lüften ist nicht nur energieeffizienter sondern zudem auch förderlich für die persönliche Gesundheit und Wohlbefinden.

TIPPS UM PAPIER ZU SPAREN!

Laut einer Studie der IPSOS-Marktforschung im Auftrag von Lexmark (Druckerhersteller) in 2010 bleibt das Druckvolumen in Europa auf konstant hohem Niveau. Die Anzahl an unnötig gedruckten Seiten nimmt sogar zu – Vorreiter bei der Papierverschwendung sind ausgerechnet die als umweltbewusst angesehenen Deutschen.

Ausdrucken (z.B. von Emails, Arbeitspapieren) nur wenn notwendig

Doppelseitiges Drucken und kopieren, wenn möglich bzw. sinnvoll

Wiederverwenden von alten Druckmaterialien als Schmierpapier oder Testdruckpapier

Digitale Kommunikation (z.B. Online-Anmeldung für Standbetreiber und Schausteller, Rechungsstellung per Email, Videokonferenz) wenn möglich

Realistisches Planen an Mengen von z.B. Handouts sonstigen Infomaterialien oder Werbematerialien bzw. einsammeln und wiederverwenden übriggebliebener Materialien

BESCHAFFUNG VON UMWELTFREUNDLICHEN PRODUKTEN UND MATERIALIEN

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Das Ziel ist es hier, einen möglichst großen Anteil an ökologisch nachhaltigen Produkten im Büroalltag und bei den durchgeführten Veranstaltungen zu verwenden. Hierdurch können u.a. positive Einflüsse auf Entwicklung von Märkten für ökologische Produkte ausgeübt werden.

Bei allen Einkäufen gilt es, Umweltbelange, häufig dargestellt durch Öko-Labels und Zertifikate (siehe Anhang), zu beachten. Aber auch der Transportweg oder die Verpackung geben Auskunft über die Umweltqualität von Produkten. Nachfolgend seien einige beispielhafte Maßnahmen und Anbieter genannt:

BÜRO

Erwerb und Installation energieeffizienter Leuchtmittel für Raum- und Tischbeleuchtung (am besten LED, die dimmbar sind; weitere Qualitätsmerkmale sind Leuchtstärke und Brenndauer)

Beschaffung energieeffizienter, strahlungs- und schadstoffarmer Bürotechnik (Rechner, Bildschirme, Drucker, Kopierer, Modem, Router, Telefon)

Beschaffung von Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder Recyclingpapier (z.B. bei Druckerpapier, Umschlägen, Präsentationsmappen, Etiketten), ökologischer Büromaterialien (z.B. Schreibgeräte, Klebematerial) und ökologischer Büromöbel

MERCHANDISING / WERBEMITTEL

Bedrucken von ökologisch und sozial nachhaltig produzierter Bekleidung (z.B. T-Shirts, Sweatshirts)

Bedrucken von umweltfreundlichen Werbeartikeln

GASTGESCHENKE

Verschenken von Blumensträußen aus öko-fair produzierten/angebauten Blumen

Verschenken regionaler Produkte, beispielsweise regionale Lebensmittel idealtypisch aus ökologischer Landwirtschaft in Form eines Präsentkorbes oder auch Erzeugnisse aus lokalem Kunsthandwerk:

REINIGUNGS- UND HYGIENEARTIKEL

Verwendung biologisch abbaubarer Reinigungsmaterialien für die WC-Reinigung, den Geschirrabwasch, die Flächen- und Fensterreinigung

Produkte sind häufig mit dem Blauen Engel oder dem europäischen Umweltzeichen versehen. …weitere Informationen

Verwendung von Toilettenpapier, Handtuchpapier und Servietten aus ungebleichtem Recyclingpapier

Produkte sind häufig mit dem Blauen Engel oder dem europäischen Umweltzeichen versehen. …weitere Informationen

Installation von nachfüllbaren Seifenspendern

DRUCKMATERIALIEN

Plakate, Informationsblätter, Programmhefte und Flyer sind auch in Zeiten von Social Media die wichtigsten Werbemittel für die altonale. Vieles wird zentral über das altonale Büro organisiert und bestellt. Für den Druck zusätzlicher Mate-rialien ist es aus ökologischer Sicht wünschenswert, deren Notwendigkeit zu überdenken, deren Umfang sinnvoll zu kalkulieren oder auf ökologische Alternativen zurückzugreifen. Qualitätskriterien aus ökologischer Sicht sind z.B.:

geringe Lieferentfernung, öko-zertifiziertes Papier

Bezogen auf den Druckprozess spielen ökologische Druckfarben (z.B. ohne Schwermetalle, auf Basis nachwachsender Rohstoffe), Gewässerschutz, energieeffiziente Drucktechnik oder ein CO2-neutraler Produktionsprozess eine Rolle. Einige Druckereien bieten zudem die Kompensation der transportbedingten CO2-Emissionen mit an.

LEBENSMITTEL

Plakate, Informationsblätter, Programmhefte und Flyer sind auch in Zeiten von Social Media die wichtigsten Werbemittel für die altonale. Vieles wird zentral über das altonale Büro organisiert und bestellt. Für den Druck zusätzlicher Mate-rialien ist es aus ökologischer Sicht wünschenswert, deren Notwendigkeit zu überdenken, deren Umfang sinnvoll zu kalkulieren oder auf ökologische Alternativen zurückzugreifen. Qualitätskriterien aus ökologischer Sicht sind z.B.:

Erwerb von saisonalen, lokalen/regionalen, umweltfreundlich produzierten, unverpackten Lebensmitteln

SAISONKALENDER DER VERBRAUCHERZENTRALE HAMBURG

www.vzhh.de/docs/98703/lebensmittel_regional_flyer_neu.pdf

Erwerb von ökologisch angebauten/erzeugten Lebensmitteln

Erwerb von Fair Trade-Produkten (insbesondere empfehlenswert bei so genannten Kolonialprodukten, wie z.B. Bananen, Kaffee oder Schokolade)

STADTPLAN FÜR ANBIETER VON FAIRTRADE-PRODUKTEN IN HAMBURG

www.fairtradestadt-hamburg.de/nc/fairer-stadtplan/

Bei Neukauf Erwerb/Installation von Kühlgeräten mit hoher Energieeffizienzklasse (A++)

ÜBERSICHT ÜBER ENERGIEEFIZIENTE ELEKTROGERÄTE

www.ecotopten.de/produktfeld_kueche.php

Achten auf umweltfreundliche Verpackungs-/Transport-/Konservierungsmaterialien (idealtypisch wiederverwendbare/recyclebare/biologisch abbaubare Materialien)

AUSWAHL VON UMWELTBEWUSSTEN KOOPERATIONSPARTNERN

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Viele wichtige Bereiche im Veranstaltungsmanagement werden über professionalisierte Subunternehmer bzw. externe Dienstleister organisiert. Hierzu gehören häufig die Bereiche Catering, Unterbringung der Gäste, Technische Ausstattung (Veran-staltungstechnik), Infrastruktur (Bauzäune, Beschilderung, Absperrungen), Sanitäre Anlagen, Sicherheit und nicht zuletzt Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen (Energie, Wasser, Abfall). Idealtypisch sollten diese Kooperationen mit ökologisch nachhaltig orientierten oder zertifizierten Unternehmen stattfinden.

Über folgende Plattformen lassen sich potenzielle, umweltbewusste Kooperationspartner aus Hamburg recherchieren:

TEILNEHMERSUCHE QUALITÄTSVERBUND UMWELTBEWUSSTER BETRIEBE
www.quh.de/betriebssuche.php?partner=7

LISTE DER TEILNEHMER ÖKOPROFIT HAMBURG
www.hamburg.de/oekoprofit/start-teilnehmer

FIRMEN, DIE AM PROGRAMM  „UNTERNEHMEN FÜR RESSOURCENSCHUTZ“ TEILGENOMMEN HABEN
http://www.hamburg.de/start-teilnehmer/

CATERING / GASTRONOMIE

Die Landwirtschaft und auch die Lebensmittelindustrie tragen einen großen Teil zu den ökologischen Problemen unserer Gesellschaft bei. Die Zerstörung von Ökosystemen durch Monokultivierung, durch Überdüngung verursachte Übersäuerung von Böden und die Vergiftung von Grundwassern, der Beitrag zum Klimawandel durch transportbedingte CO2-Emissionen, die „Vermüllung“ unserer Erde durch Verpackungsmaterial sind nur einige Probleme, die es beim Konsum von Lebensmitteln zu berücksichtigen gilt. Ihr könnt dazu beitragen, dass diese Effekte verringert werden in dem ihr z.B. beim

Künstlercatering oder Catering bei Pressekonferenzen auf ökologisch angebaute, saisonale und regionalen Produkte setzt bzw.

mit Anbietern zusammenarbeitet, die dieses gewährleisten. Kolonialprodukte (z.B. Orangen, Bananen, Kakao und Kaffee) sollten zudem fair gehandelt sein. Fischspeisen sollten nicht mit bedrohten Fischarten zubereitet werden bzw. aus nachhaltiger Fischerei stammen. Fleischwaren sollten wenn nicht „Bio“ zumindest aus artgerechter Tierhaltung kommen.

Zudem könnten Bio-Anbieter und auch sozialökologische Initiativen aus Hamburg für einen Standbetrieb oder Catering-Kooperationen angefragt werden.

UNTERBRINGUNG

Als Veranstalter organisiert ihr die Übernachtung oder gebt Empfehlungen an Künstler, Gäste, externe Projektmitarbeiter weiter. Es gibt diverse ökologische Kriterien für die Auswahl von Hotels oder Pensionen:

Z.B. die Anbindung der Unterkünfte an HVV-Stationen, die sich über einen Blick in den Stadtplan nachvollziehen lässt:

STADTPLAN MIT U-/S-BAHNHALTESTELLEN
www.hamburg.de/stadtplan

Das Speiseangebot (z.B. Bioprodukte, vegetarische Speisen), das sich über einen Blick in die Speisekarte erschließt:

ÜBERBLICK ÜBER „BIO-HOTELS“ IN DEUTSCHLAND
www.biohotels.info/de

Auch vergebene Kennzeichnungen (z.B. Umweltmanagementsystem (EMAS) oder Viabono), die wenn sie vergeben wurden, meist offensiv (Homepage des Hotels) kommuniziert werden, können bei der Auswahl behilflich sein:

DACHMARKE/ÜBERSICHT ÜBER ÖKOLOGISCHE HOTELS IN DEUTSCHLAND
www.viabono.de

ÜBERSICHT ÜBER KLIMAFREUNDLICHE HOTELS IN DEUTSCHLAND
www.klima-hotels.de

BEFÖRDERUNG DER BESUCHER

Nachhaltige Mobilität zielt auf eine größtmögliche Verringerung idealtypisch Vermeidung von Emissionen, die durch Veranstaltungsbesucher verursacht werden. Unter Umständen böte es sich an, Kooperationen mit den hiesigen Nahverkehrsanbietern einzugehen. Das macht nur für „Bezahlveranstaltungen“ Sinn und setzt ein Vorverkaufsystem für Tickets voraus:

KOMBITICKET DES HVV
www.hvv.de/fahrkarten/kombiticket

ANSPRECHPARTNER: MARTIN SÖRENSEN
Telefon: 040/ 3918 2063

VERANSTALTUNGSTECHNIK

Ziel ist es Veranstaltungen ressourcensparsam und umweltfreundlich zu „produzieren“ wobei es eben viel auf die technischen Produktionsbedingungen ankommt. In der Regel beschränkt sich das Umweltengagement von Veranstal-tungstechnikdienstleistern auf den Einsatz energieeffizienter Technik (z.B. LED-Lichttechnik) oder recyclebarer und/oder wieder verwendbarer Bühnen-technik/-elemente (z.B. Traversen) und Technikverpackungen (z.B. Cases). Vieles davon ist eigentlich Standard im professionellen Bereich und deren Einsatz regelmäßig technisch bzw. wirtschaftlich begründet.
Um den nicht unerheblichen Transportaufwand für die Technik zu verringern, sollte mit lokalen Firmen kooperiert werden. Beispielhaft seien hier einige lokale, regionale Anbieter genannt, die zumindest das Thema Umweltschutz als relevant erachten/kommunizieren:

SPONSORING

Die Sponsoren spiegeln die Glaubwürdigkeit des eigenen Engagements wieder und können die eigene Umweltkommunikationsleistung verstärken. Deswegen ist es vorteilhaft

Partner und Unterstützer zu suchen, die sich beispielsweise zu umweltbewussten Wirtschaften bekennen (bspw. nachvollziehbar über Leitbild, umgesetzte Maßnahmen, Indizes-Listung, extern vergebene Kennzeichnungen z.B. EMAS oder ISO 14001)

Umweltfreundliche Produkte herstellen bzw. Dienstleistungen anbieten

Für die Veranstaltung benötigte Produkte und Dienstleistungen auf besonders umweltfreundliche Weise herstellen und anbieten. Auch hier bietet sich eine Recherche in folgende Datenbanken, die die Umweltbestrebungen Hamburger Unternehmen deutlich machen:

TEILNEHMERSUCHE QUALITÄTSVERBUND UMWELTBEWUSSTER BETRIEBE
www.quh.de/betriebssuche.php?partner=7

LISTE DER TEILNEHMER ÖKOPROFIT HAMBURG
www.hamburg.de/oekoprofit/start-teilnehmer

FIRMEN, DIE AM PROGRAMM  „UNTERNEHMEN FÜR RESSOURCENSCHUTZ“ TEILGENOMMEN HABEN
http://www.hamburg.de/start-teilnehmer/

UMWELTGERECHTE GESTALTUNG DER VERANSTALTUNGSTÄTTE/DES VERANSTALTUNGSORTES

icon_veranstaltungsort

Ziel ist es Veranstaltungen ressourcensparsam und umweltfreundlich zu „produzieren“ wobei es eben viel auf die technischen Produktionsbedingungen ankommt. In der Regel beschränkt sich das Umweltengagement von Veranstaltungstechnikdienstleistern auf den Einsatz energieeffizienter Technik (z.B. LED-Lichttechnik) oder recyclebarer und/oder wieder verwendbarer Bühnen-technik/-elemente (z.B. Traversen) und Technikverpackungen (z.B. Cases). Vieles davon ist eigentlich Standard im professionellen Bereich und deren Einsatz regelmäßig technisch bzw. wirtschaftlich begründet.
Um den nicht unerheblichen Transportaufwand für die Technik zu verringern, sollte mit lokalen Firmen kooperiert werden.

FREMDE VERANSTALTUNGSSTÄTTEN

Bewertung der Veranstaltungsstätten und Dokumentation und Weiterreichung der Ergebnisse ans Umweltteam (Erhebungsbogen im Anhang):

Über direkt nachvollziehbare Bewertungskriterien (z.B. Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, kommunizierte Umweltpolitik, Baumaterial/-substanz, technische Infrastruktur (Veranstaltungstechnik, Heizsysteme, Beleuchtung), Mülltrennsystem, Speiseangebot vor Ort, Umweltverhalten der dortigen Angestellten (z.B. Umgang mit Wasser, Energie, Abfall), Klimakompensation der veranstaltungsinduzierten CO2-Emissionen oder gar Umweltzertifizierungen (z.B. EMAS) kann sich ein Bild von den Gegenebenheiten gemacht werden.

Weitere Aspekte, die nichts mit der eigenen Veranstaltung zu tun haben können erfragt werden, um sich ein Bild über das Umweltengagement der Kooperationspartner zu machen: Z.B. ob Strom aus erneuerbaren Energien bezogen wird, ob bei der Produktion von Werbe- und Informationsmaterial auf zertifiziertes Papier gesetzt wird oder ob die Homepage von einem „Öko-Webhoster“ betreut wird.

Einfluss auf den Veranstaltungsalltag der Betreiber der Veranstaltungsstätten zu nehmen ist vermutlich schwierig; idealtypisch sollte aber das eigene „Umweltkonzept“ offensiv kommuniziert werden

OPEN AIR-FLÄCHEN

Hier gilt es insbesondere, die Umwelt zu schützen. Baumschutz und auch Grünflächenschutz sind nicht nur aus ökologischer Sicht von Bedeutung sondern zählen zu den behördlichen Auflagen zur Genehmigung von Veranstaltungen in Hamburg. Für die betreffenden Verantwortlichen heißt das:

Den Aufbau- und Abbauverkehr und evtl. weitere Anlieferungen so zu leiten, dass die betroffenen Grünflächen nicht beschädigt werden

den Müll (z.B. Zigaretten, Lebensmittel, Papierprodukte) regelmäßig und schnellstmöglich zu beseitigen, um mögliche, negative Stoffeinträge in den Boden oder das Grundwasser zu verringern

Überprüfen, ob die Fahrradfreundlichkeit gegeben ist (ausreichend Fahrradstellplätze)

Anbindung an die zentralen Müllstationen (Plan wird jedem ausgehändigt) überprüfen und ausreichend Abfallentsorgungsbehälter bereitstellen

UMWELTBEZOGENE ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

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Ziel ist die Sicherstellung des Erfolges der ökologisch nachhaltigen Maßnahmen und Initiativen durch eine frühzeitige und transparente Kommunikation innerhalb des Organisationsteams und Information der Öffentlichkeit (insbesondere der Besucher).

Tu gutes und sprich drüber! Das Umweltengagement soll Öffentlichkeit finden. Nicht nur aus Imagegründen, wie es bei Unternehmen meistens der Fall ist, sondern, um einen möglichst breiten gesellschaftlichen Diskurs zu initiieren bzw. zu unterstützen und um eine Vorbildfunktion im Veranstaltungsbereich einzunehmen. Umweltbezogene Öffentlichkeitsarbeit richtet sich an die Besucher aber auch an die Medienrezipienten; sie beinhaltet Themen wie Umweltschutz aber auch wichtige organisatorische Aspekte wie z.B. das Abfallkonzept oder die Anreise der Besucher:

Ernennung einer Person/einer Stelle, von der man als Externer Informationen und Unterstützung in Umweltfragen bekommen kann, so wird von Beginn an sichergestellt, dass ein Vorhaben nicht auf Grund von mangelnden Kenntnissen/Erfahrungen ins Stocken gerät

Nutzung sozialer Netzwerke zur Kommunikation der eigenen Umweltmaßnahmen und der Bestrebungen

Motivation der Besucher zur umweltbewussten Anreise mit dem ÖPNV (HVV) durch Kommunikation der Haltestellen und Zuwege sowie Veröffentlichung von Fahrzeiten- und Preisen für den HVV

Motivation der Besucher zur Anreise mit dem Fahrrad durch Kommunikation von eigenen Fahrradstellplätzen, Kommunikation des Angebots von Stadtrad Hamburg:

LEIHANGEBOT FÜR FAHRRÄDER
www.stadtrad.hamburg.de

Besucher, die auf motorisierten Verkehr angewiesen sind sollten auf praktische Angebote in Hamburg wie z.B. Carsharing oder auf Plattformen zur Bildung von Fahrgemeinschaften hingewiesen werden:

INTERNETPLATTFORMEN FÜR FAHRGEMEINSCHAFTEN
www.mitfahrgelegenheit.de
www.mitfahrzentrale.de

Aufklärung über das Entsorgungs-/Umweltkonzept (auf Druckmedien wie Plakaten, im Eingangsbereich von Veranstaltungsstätten, verbal)

INTEGRATION VON UMWELTTHEMEN IN DAS PROGRAMM

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Die Herausforderung für eine „ökologisch nachhaltige Veranstaltung“ besteht nicht nur in einer umweltgerechten Veranstaltungsumsetzung sondern auch in einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit Themen nachhaltiger Entwicklung. Das muss nicht über das „Knie gebrochen“ werden, dennoch bieten sich eine Menge Anknüpfungspunkte, um eine zukunftsfähige Entwicklung zu unterstützen.

Um ein einheitliches, glaubwürdiges Umweltkonzept vermitteln zu können, sollten organisatorische Aspekte ökologischer Nachhaltigkeit nicht isoliert betrachtet, sondern auch inhaltlich in die Veranstaltung mit eingebunden werden. Umweltthemen lassen sich unterhaltsam in alle gängigen Kulturformate integrieren und müssen nicht zwangsweise im Vordergrund stehen. Hier seid insbesondere ihr gefragt.

FILM

Es gibt sehr viele Initiativen/Filmemacher (Kurzfilm und Langfilm), die sich auch qualitativ hochwertig mit Umweltthemen/-problemen auseinandersetzen:

Aufklärung über das Entsorgungs-/Umweltkonzept (auf Druckmedien wie Plakaten, im Eingangsbereich von Veranstaltungsstätten, verbal)

Diverse Festivals in Deutschland haben sich gar auf Umweltfilmmedien spezialisiert und kommen eventuell als Kooperationspartner in Betracht:

Jährliches Festival des Umwelt- und Naturfilms

www.oekofilmtour.de

Non-Profit-Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, audio-visuelle Medien zu Umwelt und Nachhaltigkeit zu verbreiten

www.ecomove.de

LITERATUR

Hier muss es nicht nur um Sachliteratur gehen. Viele Autoren thematisieren Umweltprobleme indirekt in ihren Werken. Vieles gibt es natürlich im umweltpädagogischen Bereich, was dann eher Jugendliche und Kinder adressiert.

Non-Profit-Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, audio-visuelle Medien zu Umwelt und Nachhaltigkeit zu verbreiten

www.ecomove.de

THEATER

Gesellschaftskritik wird regelmäßig über Theater ausgeübt. Im Bereich Umwelt gestaltet sich eine qualitativ hochwertige, inhaltliche Integration ungleich schwieriger als in anderen Kulturbereichen. Insbesondere kinder- und jugendpädagogische Projekte thematisieren auf unterhaltsame Weise Umweltprobleme und Lösungsansätze:

Theater zu Themen wie Globale Verantwortung und interkulturelle Kommunikation
www.eukitea.de/theater-und-praevention/umweltschutz-okologie

Umweltbildung über Theaterarbeit
www.umwelttheater.eu

KUNST

Im künstlerischen Bereich gibt es etliche Projekte und Ansätze für die Verbindung von Natur, Ökologie und Kunst und sei es nur, dass Künstler mit Naturmaterialien arbeiten:

Kunstprojekt zu Themenfeldern nachhaltiger Entwicklung
www.arte-sustenibile.org

DISKUSSIONSFORMATE

Vorträge, Podiumsdiskussionen zu einschlägigen Umweltthemen (Klimawandel, Wasserarmut, Umweltverschmutzung, Energiepolitik) könnten das Kulturprogramm flankieren. Hier bietet sich ein Kooperation mit Hamburger Umweltschutzorganisationen an:

Übersicht über Umweltinitiativen/-institutionen aus/in Hamburg
www.hanseanzeiger.de/hamburg/natur-umwelt.htm