Im Rahmen des Projektes altonale goes green haben wir in diesem Jahr eine Umfrage machen können, die Aspekte wie bspw. die Wahrnehmung der Nachhaltigkeitsbemühungen und umgesetzten Maßnahmen der altonale GmbH aber auch ganz allgemein das Umweltbewusstsein der Beteiligten und derer Ideen für eine ökologisch nachaltige Veranstaltung erhebt.

Mit der Umfrage hatten wir das Ziel, Informationen über Einstellungen, Meinungen, Wissen und Verhaltensweisen von den Beteiligten auf dem altonale Straßenfest zu gewinnen. Befragt wurden vor diesem Hintergrund zu einem die Standbetreiber auf dem altonale Straßenfest und die Besucher der Veranstaltung. Neben Kategorisierungs- und bibliographischen Informationen wurden beispielhaft auch Einstellungen zu unseren Sponsoren (Besucher) oder Verhaltensweisen zur Müllentsorgung (Besucher und Standbetreiber) erfragt.
Bei der Umfragen handelt es sich nicht um eine valide, formal wissenschaftliche Erhebung, die Ergebnisse sind aber objektiv, reliabel erhoben worden und repräsentativ in Bezug auf unsere Grundgesamtheit (Besucher und Standbetreiber).

Im Folgenden werden die Ergebnisse kurz dargestellt und es wird eine knappe Zusammenfassung, ggf. auch Einschätzung unsereits zum Ergebnis abgegeben.

I. AUSWERTUNG DER BEFRAGUNG DER BESUCHER AUF DEM ALTONALE STRASSENFEST (N =129, ZEITRAUM: 04. + 05. JULI 2015)

1. BENENNEN SIE IHR GESCHLECHT

Geschlecht

Knapp 58% der Befragten waren weiblich, ca. 42% männlich. Die Aussagekraft über die Grundgesamtheit der altonale Besucher ist aber nur bedingt möglich, da die geschlechtspezifische Teilnahmebreitschaft ebenfalls einer Rolle spielen kann.

2. NENNEN SIE IHR GEBURTSJAHR

Geburtsjahr

Das Durchschnittsalter der altonale Besucher bzw. der Befragten lag bei ca. 37 Jahren. Ca. 54% der Besucher waren 30 Jahre oder jünger. Das zeigt, dass die altonale mit ihrem Programm und dem Standangebot überwiegend junges Publikum anspricht.

3. BENENNEN SIE IHREN AKTUELLEN WOHNORT

Wohnort

Das Publikum der altonale kommt überwiegend aus Hamburg. Der Großteil mit ca. 45% direkt aus Altona. Weitere 33% kommen aus einem anderen Hamburger Stadtteil angereist. Zudem besuchten mehr als 20% der Besucher das Festival aus einem anderen Bundesland.

4. BENENNEN SIE IHR AKTUELLES BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNIS

Beschaeftigungsverhaeltnis

Ca. 67% der Befragten sind in einem Angestelltenverhältnis oder selbständig/freiberuflich tätig. Das deckt sich mit dem Altersdurchscnitt. Ein Viertel der Besucher sind Studenten.

5. AUS WELCHER ENTFERNUNG REISEN SIE ZUM STRASSENFEST AN?

Entfernung

Betrachtet man die Ergebnisse zur Angabe des Wohnortes so sind die Resultate nachvollziehbar. Knapp 46% der Besucher reisen aus einer Entfernung von weniger als 2km, Altona-Bezirksgebiet, an. Weitere 12% legten unter 5km bis zum Straßenfest zurück. Die altonale ist somit eine lokale Veranstaltung für Anwohner und lokales Publikum.

6. MIT WELCHEM VERKEHRSMITTEL SIND SIE HEUTE ANGEREIST?

Verkehrsmittel_Anreise

Aus ökologischer Sicht ist es sehr erfreulich, dass nahezu 83% der Besucher umweltfreundlich mit ÖPNV, Fahrrad oder Sonstiges (zu Fuß) anreisen. Die Reiseentfernungen und die Angaben zum Wohnort lassen uns schlußfolgern, dass ca. ein Drittel der Besucher zu Fuß auf die altonale kommt.

7A. WIE LANGE HALTEN SIE SICH DURCHSCHNITTLICH AUF DEM STRASSENFEST AUF?

Aufenthaltszeit_Stunden

7B. WIEVIELE STUNDEN DURCHSCHNITTLICH PRO TAG?

Aufenthaltszeit_Stunden

Ca. 54% der Befragten kommt 2 Tage auf das Straßenfest. Es handelt sich hierbei wahrscheinlich um Altonaer. Ca. 44% der Besucher kommt nur für einen Tag auf das Areal. Der Großteil mit ca. 42% hält sich dabei bis zu 3h pro Tag auf dem Fest auf. Ungefähr 31% der Teilnehmer bleibt bis zu 6h pro Tag auf dem Gelände.

8. WIE HABEN SIE VON DER VERANSTALTUNG ERFAHREN?

Wie_Davon_Erfahren

Die altonale lebt von Mund-zu-Mund-Propaganda und von freundschaftlichen Zusammenkünften. Ca. 45% der Befragten erfuhren über Freunde von der Veranstaltung. Knapp ein Viertel der Besucher wurden über hauseigene Printmedien (Flyer, Programmheft, Plakate) auf die Veranstaltung aufmerksam. Die Presse (Radio und Zeitung) sowie die Internetmedien (Website, externe ‚Informationsplattformen, Social Media) spielten eine untergeordnete Rolle.

9A. WELCHER DER FOLGENDEN SPONSOREN PASST IHRER MEINUNG NACH ZUR ALTONALE?

Sponsor_Passt

Als sehr passenden Sponsor für die altonale empfanden die Besucher Bionade (ca. 51%). Des weiteren wurden die Stadtreinigung Hamburg (ca. 14%), der NDR (ca. 10%) und Mercado (ca. 9%) als subjektiv geeignet wahrgenommen.

9B. WELCHEN DER ZUVOR GENANNTEN SPONSOREN EMPFINDEN SIE ALS ÖKOLOGISCH NACHHALTIG?

Sponsor_Empfindung_Nachhaltig

Wir wollten vor dem Hintergrund unseres Projektes „altonale goes green“ zudem erfahren, welcher der zuvor genannten Sponsoren von unseren Besuchern als ökologisch nachhaltig eingeschätzt wird. Bionade schnitt dabei mit Abstand am besten ab (ca. 63%). Zudem wurden die Stadtreinigung Hamburg (ca. 16%) und der NDR (ca. 7%) als ökologisch nachhaltig eingeschätzt.

10. WIEVIEL WERT LEGEN SIE IM PRIVATEN AUF DAS THEMA NACHHALTIGKEIT (STICHWORTE: ÖKOLOGIE, SOZIALE GERECHTIGKEIT)?

Rolle_Nachhaltigkeit

Diese Frage sollte das Umweltbewusstein der Besucher erfragen. In der Selbsteinschätzung bedeutete 1 dabei „sehr viel Wert“ und 6 „keinen Wert“ . Mehr als die Hälfte (ca. 53%) der Befragten legt im Privaten viel und sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit.

11. HABEN SIE VOM PROJEKT ALTONALE GOES GREEN IM VORFELD MITBEKOMMEN? WENN JA, WODURCH?

Vorfeld_Mitbekommen

Um zu überprüfen inwieweit unsere Bestrebungen, ein nachhaltiges Festival zu werden, in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, befragten wir die Besucher, ob sie von unserem Projekt „altonale goes green“ im Vorfeld der altonale etwas mitbekommen haben. Lediglich 2% der Befragten wussten von diesen Bemühungen. Sie haben es überwiegend über die Mitverantwortlichen, Freunde und unsere Facebook-Seite erfahren.
Hierbei muss man ergänzen, dass wir direkt nach dem Projektnamen gefragt haben. Aspekte wie die Grüne Meile oder die Fahrradgarderobe wurden davon unabhängig wahrgenommen, wie die folgenden Antworten zeigen.

12A. EMPFINDEN SIE DIE ALTONALE ALS NACHHALTIGE VERANSTALTUNG? WENN JA, WARUM?

Empfinden_Altonale_Als_Nachhaltig

Ca. 65% der Befragten empfinden die altonale als eine nachhaltige Veranstaltung. Als Begründung wurden besonders häufig benannt: Mülltrennstationen, lokale Anbieter und Künstler, vegetarisches/veganes Speiseangebot und biogische Produkte, die Grüne Meile, Infostände und Vorträge, Komposttoiletten und sozialer Austausch im Viertel. Besonders deutlich wird hierbei, dass für die Besucher auch soziale Nachhaltigkeitsaspekte ein große Rolle spielen.

12B. EMPFINDEN SIE DIE ALTONALE ALS NACHHALTIGE VERANSTALTUNG? WENN NEIN, WARUM NICHT?

Empfinden_Nachhaltig_Nein

Ca. 35% der Befragten empfinden die altonale als nicht nachhaltig. Besonders häufig wurde als Grund dafür der entstehende Müll, die Flut an Druckmaterialien (Flyer etc.), das kommerzielle Standangebot und ganz allgmein, dass Großveransatltungen nie nachhaltig sind, benannt. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf den ökologischen Problemen, die entstehen.

13. WELCHE MASSNAHMEN ZU EINER ÖKOLOGISCH ODER SOZIAL NACHHALTIGEN GESTALTUNG DES ALTONALE STRASSENFESTES SIND IHNEN AUFGEFALLEN?

Was_Ist_Aufgefallen

Zudem wollten wir wissen, welche Aspekte unseres Nachhaltigkeitsengagements besonders deutlich werden. Am häufigsten wurden benannt: Mülltrennung/Mülltrennstationen, Kompostoiletten, die Grüne Meile, regionale und ökologische Ess- und Verkaufstände, das Pfandsystem an den Getränkeständen und das Angebot an Informationständen und Vorträgen zu nachhaltigen Themen.

14. ACHTEN SIE SELBST BEI IHREM BESUCH AUF MÜLLTRENNUNG?

Achten_Sie_Auf_Muelltrennung

Um herauszufinden, ob der große Aufwand mit unseren Mülltrennstationen sinnvoll ist, haben wir die Besucher befragt, ob sie auf der altonale auf Mülltrennung achten. Das Ergebnis ist eindeutig: Mit ca. 73% wurde die Frage mit „Ja“ beantwortet worden.

15. WIE GUT FUNKTIONIERT AUS IHRER SICHT DIE ABFALLENTSORGUNG AUF DEM STRASSENFESTGELÄNDE?

Bewertung_Muelltrennung

Ferner wollten wir eine Einschätzung der Besucher zur Funktionalität unseres Recyclingsystems auf dem Straßenfest. Die Bewertungsskala ging von 1 = sehr gut bis 6 = garnicht. 69% der Befragten empfinden die Müllentsorgung/-trennung als gut und sehr gut funktionierend. Hierbei muss man erwähnen, dass die Ergebnisse objektiv betrachtet, insbesondere was die „sortenreine“ Trennung anbelangt, weniger gut ausfallen.

16. WAS WÜRDE AUS IHRER SICHT HELFEN, DIE ABFALLENTSORGUNG AUF DEM STRASSENFEST ZU VERBESSERN?

Was_Verbessern

Bei dieser Frage waren sich die Besucher einig. Zum einen müsste ihrer Meinung nach weniger Müll produziert werden (bspw. durch konsequenten Einsatz von Mehrweggeschirr und strengen Auflagen für die Stände) und es müssten wesentlich mehr Mülleimer bzw. Mülltrennstationen aufgestellt werden.

17. WO SEHEN SIE VERBESSERUNGSBEDARF IN ANDEREN BEREICHEN?

Verbesserungsbedarf_In_Anderen_Bereichen

Hier waren die Antworten sehr vielfältig. Beipielhafte Vorschläge sind u.a. mehr Mehrweggeschirr und ein umfassendes Pfandsystem, weniger kommerzielle Stände und größere Einbindung der Anwohner, lokale, kleine Brauereien als Getränkeanbieter, mehr auf Lautstärkeregelungen achten und konkrete Informationen für die Anwohner im Vorfeld der altonale bereitstellen.