DAS PROJEKT

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Seit 2011 bemühen wir uns im Rahmen des Projektes „altonale goes green“ um eine ökologisch nachhaltige Ausgestaltung des Hamburger Kulturfestivals altonale. Während des Straßenfestes, besonders aber darüber hinaus, ist es dabei unser Anliegen, das Potenzial der altonale als größtem Stadtteil- und Kulturfestival Norddeutschlands und wichtigem Kultur-Akteur der Stadt Hamburg zu nutzen, um Umweltschutzanliegen und sozial relevante Themen aktiv zu kommunizieren.

Wir versuchen alle altonale Veranstaltungen systematisch nachhaltig umzusetzen und entwickeln immer neue Maßnahmen zur Minimierung der Umweltbelastung, die im Folgenden beschrieben werden.

Nachhaltig bedeutet für uns gleichzeitig und integrativ die ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen an die Arbeit einer Kulturorganisation (der altonale) anzunehmen und das Leitbild „Nachhaltige Entwicklung“ fest in unserer Organisationskultur zu verankern. Dabei verstehen wir das Kulturfestival altonale weniger als temporäres Veranstaltungsformat, sondern sind daran interessiert mit „altonale goes green“ ein langfristiges Projekt zu etablieren, das unterschiedlichste Akteure, Vereine, Initiativen und Unternehmen in den Fragen nach einem nachhaltigen Leben und Wirtschaften in Hamburg zusammenführt. Wir möchten den gesellschaftlich notwendigen Informations- und Diskussionsprozess zu einer zukunftsfähigen Entwicklung von Altona bzw. Hamburg unterstützen. Das altonale Festival als über viele Jahre etablierte Plattform für kulturelle Themen jeglicher Art und als beliebter und etablierter Kultur-Akteur in der Stadt Hamburg, bietet dabei wichtige und erfolgsversprechende Kommunikationskanäle.

ZIELSETZUNGEN ZUR VERBESSERUNG DER UMWELTLEISTUNG DER ALTONALE

1. WIR MÖCHTEN VERANTWORTUNGSVOLL MIT DEN RESSOURCEN UNSERER UMWELT UMGEHEN

Reduktion des Abfallaufkommens auf dem Straßenfest
Erhöhung der Mülltrennquote auf dem Straßenfest
Verwendung von Druckmaterialien, die zu 100% auf recyceltem Papier und mit umweltfreundlichen Druckfarben erzeugt wurden
Verwendung von Büromaterialien, die zu 100% umweltfreundliche Alternativen darstellen (z.B. aus recycelten Materialien, recyclebar, biologisch abbaubar, aus erneuerbaren Ressourcen, aus nachhaltiger Forstwirtschaft)
Sukzessive Senkung des absoluten Papierbedarfs im Organisations- und Nachbereitungsprozess der Veranstaltung (erst nach Jahresfrist bewertbar)

2. WIR MÖCHTEN EINEN BEITRAG ZUM KLIMASCHUTZ LEISTEN

Reduktion des Stromverbrauchs pro Standeinheit bzw. Bühne auf dem Straßenfest
Reduktion (soweit messbar) / Kompensation der CO2-Emissionen
Erhöhung der Quote der Energieversorgung durch Strom aus erneuerbaren Energien bezogen auf alle Veranstaltungen/Veranstaltungsorte
Reduktion des Stromverbrauchs im Büro
Sukzessive Senkung des absoluten Papierbedarfs im Organisations- und Nachbereitungsprozess der Veranstaltung (erst nach Jahresfrist bewertbar)

3. WIR MÖCHTEN VERSTÄRKT MIT VERANTWORTUNGSBEWUSSTEN UNTERNEHMEN KOOPERIEREN UND FÜR DIE BESUCHER DES STRASSENFESTES EIN ÖKO-FAIRES KONSUMANGEBOT BEREITSTELLEN

Erhöhung des Standangebotes an ökologischen, fair gehandelten Lebensmitteln
Erhöhung des Standangebotes an ökologischen, fair gehandelten Konsumartikeln
Erhöhung der Quote umweltbewusster Kooperationspartner (in den einzelnen Organisationsbereichen einer Veranstaltung)
Erhöhung der Quote umweltbewusster Sponsoren
Sukzessive Senkung des absoluten Papierbedarfs im Organisations- und Nachbereitungsprozess der Veranstaltung (erst nach Jahresfrist bewertbar)

4. WIR MÖCHTEN DEN GESELLSCHAFTLICH NOTWENDIGEN INFORMATIONS- UND DISKUSSIONSPROZESS ZU EINER ZUKUNFTSFÄHIGEN ENTWICKLUNG VON HAMBURG UNTERSTÜTZEN

Erhöhung der medialen Präsenz des Themas „Umwelt“ im Zusammenhang mit der altonale und Veranstaltungen im Allgemeinen
Erhöhung der Quote von Umweltschutz-/Umweltbildungsorganisationen, die auf dem altonale Straßenfest Umweltkommunikation betreiben
Mehr Infotainment-Programm bei unseren Kulturveranstaltungen und dem Straßenfest

UMGESETZTE MASSNAHMEN BEI DER ALTONALE 17

MASSNAHMEN ZU EINEM VERANTWORTUNGSVOLLEN UMGANG MIT DEN RESSOURCEN UNSERER UMWELT

bild_ressourcenziele

1. Entsorgungskonzept für das altonale Straßenfest, das auf eine möglichst hohe Trennquote der einzlenen Abfallsorten abzielt

2. Kommunikation, die auf eine möglichst sortenreine Trennung der Reststoffe und auf eine Verminderung der gesamten Abfallmenge hinwirkt

3. Beobachtung des Besucherverhaltens vor den Recyclingstationen und Ableitung von Verbesserungspotenzialen

4. Druck der Werbematerialien auf Recyclingpapier, teilweise mit ökologischen Farben und klimaneutral gedruckt

5. Einkauf von umweltfreundlichen Büromaterialien (Papier, Schreibwaren – zertifiziert)

6. Einsparungspotenziale im Büro identifizieren und nutzen

7. Einsatz von Komposttoiletten

8. Einsatz von Mehrwegbechern

MASSNAHMEN UM EINEN BEITRAG ZUM KLIMASCHUTZ ZU LEISTEN

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9. Versorgung des Straßenfestes mit Strom aus erneuerbaren Energien

10. Hinweise/Merkblatt zum umweltbewussten Standbetrieb für die Standbetreiber

11. Kommunikation der umweltbewussten Anreisemöglichkeiten

12. CO2-neutraler“ Transport von Paketsendungen unserer Druckmaterialien

13. Aufbau einer Fahrradgarderobe

14. Einsatz energieeffizienter, zertifizierter Bürotechnik für das Organisationsteam

15. Verstärkte Kooperation mit regionalen Dienstleistern für das Festival

16. Einsatz eines Lastenfahrrads

17. Digitalisierung des Anmeldeverfahrens für Stände auf der altonale

MASSNAHMEN, DIE AUF EINE VERSTÄRKTE KOOPERATION MIT VERANTWORTUNSGBEWUSSTEN UNTERNEHMEN ABZIELEN UND FÜR DIE BESUCHER DES STRASSENFESTES EIN ÖKO-FAIRES KONSUMANGEBOT BEREITSTELLEN

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18. Verstärkte Ansprache von umweltbewussten Dienstleistern und Sponsoren – Green Partners

19. Erhöhung unseres öko-fairen Konsumangebotes

MASSNAHMEN, DIE DEN GESELLSCHAFTLICH NOTWENDIGEN INFORMATIONS- UND DISKUSSIONSPROZESS ZU EINER ZUKUNFTSFÄHIGEN ENTWICKLUNG VON HAMBURG UNTERSTÜTZEN

bild_information

20. Einbindung ökologischer Initiativen und Unternehmen

21. Umfrage für Besucher und Standbetreiber

22. Bereitstellung eines Leitfadens zur umweltgerechten Organisation der einzelnen altonale Veranstaltungen

23. Bereitstellung eines Fragebogens für altonale Gesellschafter

24. Einzelgespräche mit altonale Gesellschaftern

25. Öffentlichkeitsarbeit für das Umweltkonzept der altonale und ökologische Nachhaltigkeit im Allgemeinen

Ergebnisse 2015

Umweltbericht 2015

In unserem Umweltbericht werden die von uns definierten Umweltziele erörtert und die bei der altonale 17 (2015) umgesetzten Maßnahmen vorgestellt. Anhand von quantitativen und qualitativen Umweltindikatoren zielen wir in diesem Jahr darauf ab in einigen Bereichen (Stromverbrauch und Abfallmenge von Siedlungsabfall) erste Ergebnisse zu erheben und zukünftig mit den Folgejahren vergleichen und in weiteren Bereichen (z.B. ökologisches Standangebot, Kommunikationsreichweite) Referenzwerte für die nächsten Jahre abbilden zu können.

Abschließend werden die umgesetzten Maßnahmen bzw. die erreichte Umweltleistung kritisch bewertet und es werden Implikationen für eine zukünftige Entwicklung der altonale abgeleitet. Zudem führen wir Beispiele auf, die unseres Erachtens nach sehr einfach durch andere Hamburger Veranstalter nachzuahmen sind.

Im Rahmen des Projektes altonale goes green haben wir in diesem Jahr eine Umfrage machen können, die Aspekte wie bspw. die Wahrnehmung der Nachhaltigkeitsbemühungen und umgesetzten Maßnahmen der altonale GmbH aber auch ganz allgemein das Umweltbewusstsein der Beteiligten und derer Ideen für eine ökologisch nachaltige Veranstaltung erhebt.

Mit der Umfrage hatten wir das Ziel, Informationen über Einstellungen, Meinungen, Wissen und Verhaltensweisen von den Beteiligten auf dem altonale Straßenfest zu gewinnen. Befragt wurden vor diesem Hintergrund zu einem die Standbetreiber auf dem altonale Straßenfest und die Besucher der Veranstaltung. Neben Kategorisierungs- und bibliographischen Informationen wurden beispielhaft auch Einstellungen zu unseren Sponsoren (Besucher) oder Verhaltensweisen zur Müllentsorgung (Besucher und Standbetreiber) erfragt.

Befragung der Besucher 2015

Befragung der Standbetreiber 2015