Auf dieser Seite möchten wir einige nationale und internationale Veranstalter bzw. Umsetzungsbeispiele vorstellen, die auf innovative Weise darauf abzielen, die Veranstaltungen ökologisch nachhaltig auszurichten.

Standangebot zu 100% aus Speisen aus kontrolliert biologischem Anbau

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Die Tollwood GmbH veranstaltet zweimal im Jahr ein Kulturfestival in München. Das Sommerfestival findet über ca. 25 Tage im Juni/Juli statt, im Winter startet es kurz vor dem ersten Adventssonntag, der Weihnachtsmarkt dauert bis 23. Dezember, die Kulturveranstaltungen finden bis inklusive Neujahr statt. Pro Jahr kommen rund 1,5 Millionen Besucher auf Tollwood. Tollwood ist von Beginn an Forum für Ökologie und Umweltbewusstsein. Es dient zum einen als Plattform für wichtige Themen aus diesem Bereich und versteht sich zum anderen als Impulsgeber für ökologische Projekte. Dazu gehören die Bio-Zertifizierung der Festivalgastronomie, die Aktion »Bio für Kinder«, das Engagement für einen gesünderen Mobilfunk und beispielgebendes Verhalten beim CO2-Ausstoß.

Das Tollwood Festival ist bekannt für die internationalen Köstlichkeiten seiner Gastronomen. Von Anfang an wurde auf möglichst viele ökologisch einwandfreie Speisen und Getränke geachtet. Seit 2003 ist die Festivalgastronomie sommers wie winters nach den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung zertifiziert. Damit bekommen die Festival-Besucher die internationalen Köstlichkeiten an den rund 50 Essensständen zu annähernd 100 Prozent Bio-Qualität serviert. Das freut den Gaumen! Aber auch Umwelt, Tiere und Gesundheit profitieren von der Bio-Landwirtschaft. Tollwoods Bio-Gastronomie erspart dem Klima 20 Prozent und damit 116 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, wie eine vom Beratungsbüro für Ernährungsökologie angefertigte Studie beweist.

Quelle & Weitere Infos:

www.tollwood.de/mensch-umwelt

MÜLLTRENNUNGS-QUOTE VON 100% & AUSCHLIESSLICHE VERWENDUNG VON MEHRWEGGESCHIRR ODER KOMPOSTIERBAREM GESCHIRR

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Das Vancouver Folk Music Festival (VFMF) ist ein auf Folkmusik spezialisiertes Musikfestival in Vancouver, das jedes Jahr am dritten Wochenende des Juli stattfindet. Organisiert wird das Festival von der Folk Music Festival Society und rund 1000 freiwilligen Helfern. Auf Sponsoring von Großkonzernen wird weitgehend verzichtet, die Finanzierung erfolgt stattdessen durch staatliche Behörden, Kulturstiftungen und kleinere lokale Unternehmen. Das Besondere: Es gibt ein Mülltrennsystem, das Tag und Nacht von Volunteers betreut wird. Niemad hat die Möglichkeit auch nur irgendetwas falsch zu trennen. Das Geschirr ist entweder Mehrweggeschir, dass gegen Pfand an einer Spülstation eingetauscht werden kann oder komostierbares Einweggeschirr (mit kompostierbaren Servietten), dass in Bio-Tonnen einsortiert wird.

VORBILDLICHES ANGEBOT IM BEREICH ÖFFENTLICHER NAH- UND FERNVERKEHR UND BARRIEREFREIHEIT

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Seit 1976, als unter der Bezeichnung „First Folk Festival“ 1’800 BesucherInnen in den Gemeindesaal von Nyon in der Schweiz gelockt wurden, ist das Paléo Festival heute ein unumgängliches europäisches Musik-Event. Seit seiner Gründung verzeichnet das Festival ein regelmässiges und kontrolliertes Wachstum, das Professionalisierung und Weiterentwicklungen mit sich bringt. Jedes Jahr werden den rund 230’000 ZuschauerInnen auf den 84 Hektaren des Asse-Geländes (inkl. Parkplätze) oberhalb von Nyon über 250 Konzerte und Shows angeboten. Bis heute haben fast 6 Millionen BesucherInnen zu diesem breiten und anhaltenden Erfolg beigetragen.

Im Bezug auf nachhaltige Umsetzung des Festivals fällt beim Paléo Festival vor allem das Thema Mobilität auf. Zum einen setzen die Organisation auf möglichst barrierefreien Zugang zu allen Festivalstationen, zum anderen wird hier versucht, jedem eine Anreise ohne eigenes Auto zu ermöglichen.

Die meisten Westschweizer Regionen werden per Zug oder per Bus zu einem Paléo Spezialpreis bedient. Die sechs Postauto-Sonderlinien, welche den Bezirk Nyon und die Bahn Nyon-St-Cergue bedienen, sind sogar gratis! Shuttlebusse verbinden Lausanne und Genf mit dem Festivalgelände. Spezial-Nachtzüge werden eingesetzt und ihre Zahl ständig aufgestockt. Das Tourismusbüro Yvoire organisiert zwei Schiffe pro Nacht für die Rückfahrt nach Yvoire(vom Paléo Festival (Busbahnhof La Vuarpillière) an den Hafen Nyon (Nyon-Rive) per CarPostal, Linie C).

INNOVATIVE UND VERRÜCKTE IDEEN ZUR NACHHALTIGKEITSKOMMUNIKATION

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Das Roskilde Festival ist mit 100.000 Besuchern Nordeuropas größtes Kultur- und Musikfestival und findet seit 1971 jährlich statt. Als Non-Profit Organisation stellen sie dieses Spektakel jedes Jahr mit tausenden freiwilligen Helfern auf die Beine und sind gleichzeitig absolute Vorreiter in der nachhaltigen Festivalorganisation. Neben sozialen Projekten und einem jährlich gewählten Schwerpunkt, schafft es das Roskilde Festival immer wieder neue, verrückte und vor allem grüne Ideen zu entwickeln, die es den Festivalbesucher ermöglichen, einen nachhaltigen Festival-Lifestyle zu erleben.

Das Biercycling ist nur eine dieser Ideen: Der Urin der Gäste wird gesammelt und später als Dünger für die Gerste benutzt, die dann im Bier verarbeitet wird. 2017 soll das Pilsener beim Festival ausgeschenkt werden. 
Eigene Festival Bereiche, wie „Rising“ setzen auf Kommunikation und Vernetzung der Festivalbesucher über das reine Vergnügen hinaus, regen zum nachdenken an und geben Raum für gemeinsame Diskussionen. In einem eigenen Maker-Bereich können die Besucher traditionelles Handwerk, sowie Technologien aus der Zukunft erleben und vor allem selbst ausprobieren.

 

Quelle & Weitere Infos:

www.roskilde-festival.dk/arts-events

RESSOURCENSCHUTZ DURCH DEN EINSATZ VON MEHRWEGGESCHIRR UND EINER EIGENEN SPÜLSTATION

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Der Karneval der Kulturen – KdK ist ein urbanes Festival, das die Vielfalt Berlins widerspiegelt. Mit einem für alle kostenfreien Programm feiert der KdK vier Tage lang die Diversity der Stadt.  
Während des Karnevals der Kulturen wird der öffentliche Raum zu einem Ort für selbstbestimmte Inszenierung und dem Spiel mit Identität.
Am Umzug durch Kreuzberg nehmen Musik und Tanzgruppen, Amateure und Profis sowie Kinder als auch Erwachsene teil; ob anarchische Performances, traditionelle Tänze oder Mash-up und Remix, ob Hoch-, Sozio- oder Populärkultur – Kultur kann im KdK vieles heißen.

 

Unter dem Motto “KDK goes green” versuchen die Organisatoren die Belastung für die Umwelt während der buten Tage so gering wie möglich zu halten. Konkret bedeutet das, die Vorbereitung und Durchführung so zu steuern, dass sie die Umwelt und natürlichen Ressourcen, die sozialen Beziehungen und die ökonomischen Bedingungen fördern bzw. so wenig wie möglich belasten. Besonders hervorzuheben ist da sicherlich die Spülstraße des Festivals. Zusammen mit unserem Partner Kampen Rent an Event betreiben sie vor Ort eine Ressourcen schonende Spülstraße, in der das Geschirr vom Straßenumzug und Straßenfest gereinigt wird. Das biologisch abbaubare Spülmittel stellt die Firma Ecover zur Verfügung.

Außerdem war der KDK Initiator und Veranstalter der 1st European Conference of Sustainable Urban Streetfestivals.

Quelle & Weitere Infos:

www.karneval-berlin.de/de/green.11.html

UMFASSENDE NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE BEI ENORMER GRÖßE DES FESTIVALS

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Das Glastonbury Festival ist mir jährlich rund 177.000 Besuchern das größte Freiflächen-Festival der Welt. 1970, im Jahr der ersten Veranstaltung wurde sich über Klimawandel und Ressourcenabnutzung noch herzlich wenig Gedanken gemacht, doch schon damals wurde der Cider von der Farm nebenan bezogen und so grün hat sich das Festival bis heute bewahrt. Es gilt heute als das nachhaltigste Festival der Welt. Das Konzept dahinter ist umfassend und betrifft beinahe jeden Bereich der Festivalorganisation. Einige Areale werden bereits heute allein durch Solarenergie betrieben. Um das Müllaufkommen zu verringern, arbeiten 1.300 Freiwillige auf dem Festival, klären auf und recyceln bis zum geht nicht mehr. Alle Indomaterialien werden zu 100% ökologisch gedruckt. Die Festivalbesucher werden mit einer eigens initiierten Kampagne dazu aufgefordert pfleglich mit ihren Zelten umzugehen und sie nicht nach einmaliger Benutzung wegzuwerfen. Und, und, und… Dem Glastonbury Festival gelingt es trotz der enormen Größe umfassende Nachhaltigkeitsstrategien zu implementieren und seine Besucher dafür zu begeistern.

DAS ZIEL: KLIMANEUTRALE ANREISE FÜR ALLE BESUCHER

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Das lunatic Festival ist ein kleines, ehrenamtlich ausgerichtetes Festival, das jährlich auf dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg ausgerichtet wird. Entstehen tut dieses Festival jedes Jahr im Rahmen eines Seminars, dass den Studierenden der Leuphana die Möglichkeit geben soll, praktische Erfahrung im Veranstaltungsbereich zu sammeln. Das bedeutet, dass das Team hinter diesem Spektakel von Jahr zu Jahr wechselt und immer wieder frischen Wind, neue Ideen und Visionen in das Festival einbringen kann.

Nachhaltigkeit ist hier ein zentraler Schwerpunkt der Festivalorganisation. Neben einem vielfältigen und bunten Bildungsprogramm während und um das Festivalwochenende herum, versucht das lunatic besonders, die Anreise seiner Besucher klimaneutral zu gestalten. Hierfür sammelt das Festival Informationen zum Anreiseverhalten der Besucher und arbeitet dabei mit Klima ohne Grenzen zusammen. Die gemeinnützige Organisation setzt sich für eine Minderung klimaschädlicher CO2-Emissionen und für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen ein. Zu diesem Zweck initiiert und fördert Klima ohne Grenzen Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern, die durch den Einsatz erneuerbarer Energiequellen den CO2-Ausstoß reduzieren und die Lebensbedingungen der Bevölkerung vor Ort verbessern.

Quelle & Weitere Infos:

lunatic-festival.de/co2-frei/

GANZHEITLICHE INKLUSION UND BARRIEREFREIHEIT

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Alle zwei Jahre zieht der Kirchentag eine Stadt fünf Tage lang in seinen Bann. Über 100.000 Menschen jeden Alters, unterschiedlicher Religionen und Herkunft kommen zusammen, um ein Fest des Glaubens zu feiern und über die Fragen der Zeit nachzudenken und zu diskutieren.Kirchentag als Ereignis, das sind alle zwei Jahre fünf Tage mit über 2.500 kulturellen, geistlichen und gesellschaftspolitischen Veranstaltungen. Fünf Tage gefüllt mit Workshops, Ausstellungen, Konzerten, Gottesdiensten, Bibelarbeiten, Feierabendmahlen, Hauptvorträgen und Podiumsdiskussionen.

Auf besondere Art und Weise engagiert sich der Kirchentag dabei im Bereich der Inklusion.

Das Leitziel ist die selbstbestimmte Teilnahme am Kirchentag, möglichst ohne Hindernisse und Barrieren. Dabei engagieren sich rund 500 ehrenamtliche Mitwirkende bei Service- und Assistenzangeboten. Bei Inklusion ist die Wertschätzung menschlicher Vielfalt die zentrale Idee. Unterschiede sind normal, und ein gemeinsamer Alltag bereichert. Doch damit jeder Mensch selbstbestimmt und gleichberechtigt beteiligt ist, muss Unterschiedlichkeit durch umfassende Barrierefreiheit von Beginn an berücksichtigt werden. So ist also Barrierefreiheit eine Voraussetzung für Inklusion. Seit mehreren Kirchentagen finden thematische Veranstaltungen zur Inklusion statt. Bei der Entwicklung inklusiver Veranstaltungsformen werden Erfahrungen gesammelt.